Pfarrgemeinde St. Antonius in Kevelaer in Kevelaer

Firmung


Eigentlich müssten Sie jetzt erst das lesen, was unter „Taufe“ etwas weiter oben in diesem Abschnitt „Glauben leben“ geschrieben steht. Die Firmung ist nämlich das Sakrament, bei dem der getaufte Mensch bewusst „Ja“ sagen kann zu den vielen Geschenken, die Gottes Liebe den Menschen bei der Taufe macht.

Die meisten Menschen werden bei uns Katholiken ja schon im Baby-Alter getauft und verstehen noch nicht viel von dem, was da geschieht (Liebe verstehen schon Babys sehr gut!). Wenn der Täufling aber herangewachsen ist, dann kann er auch sein Leben mit Gott und in der Liebe Gottes bewusst bejahen. Er lernt in den Jahren der Vorbereitung auf die Firmung Gott und seine Gemeinde besser kennen und sollte sich dafür oder dagegen entscheiden, diese in sein Leben einzubeziehen.

Bei der Firmung sagt der Jugendliche selbst „Ja“ zu dem Taufversprechen, das seine Eltern und Paten bei der Taufe stellvertretend für ihn abgegeben haben. Danach ist er für die Kirche ein erwachsener Katholik mit allen Rechten und Pflichten. Die Firmung ist also die Vollendung der Taufe.

Die Firmung ist das Sakrament, in dem Menschen in ihrem Christsein bestärkt werden. Die Kraft des Heiligen Geistes verleiht ihnen Standfestigkeit und macht sie fähig, christliche Verantwortung für sich und die Gemeinschaft zu übernehmen. Das Sakrament der Firmung gehört insofern genau in die Lebensphase, in der aus dem Kind ein Erwachsener wird. Gottes Liebe lässt die Menschen auch in diesem Lebensabschnitt niemals allein sondern beschenkt sie mit seiner Begleitung in Form des Heiligen Geistes.

Diese Wirkung der Firmung hält ein ganzes Leben lang an, sofern man sie auch haben will. Deshalb empfängt man dieses Sakrament auch nur einmal. Auch ich als erwachsener Christ bekomme die Stärke zu einem christlichen, liebevollen Leben durch den Heiligen Geist, den ich in meiner Firmung zum ersten Mal bewusst und voller Absicht bejaht habe. Der Geist Gottes wirkt wo er will, aber ich bin in meiner Schwäche und Ablenkbarkeit und Verführbarkeit auf seinen Beistand angewiesen, damit ich ein gutes christliches Leben führen kann.

Normalerweise spendet ein Bischof das Firmsakrament. Er breitet die Hände über den Firmling aus und ruft den Heiligen Geist auf ihn herab. Dann folgt die eigentliche Firmung. Der Bischof legt dem Firmling die Hände auf den Kopf und salbt ihn, indem er ihm mit Chrisam ein Kreuzzeichen auf die Stirn zeichnet und dazu die Worte spricht: „Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist.“ Der Firmling antwortet mit „Amen“. Während der Firmung legt der Firmpate seine rechte Hand auf die rechte Schulter des Firmlings. Damit zeigt er, dass er ihm als Pate zur Seite steht und ihn unterstützt.

 

HELMUT LEURS, DIAKON

 

Was tun, wenn ...


… Du gefirmt werden möchtest?

Bisher haben wir in unserer Pfarrei unterschiedliche Modelle der Firmvorbereitung. Ihnen gemeinsam ist es, dass Du vor Beginn der Vorbereitung angeschrieben wirst, damit Du Dich vorbereiten kannst.

Im Jahr 2015 haben wir mit einem Team von Ehrenamtlichen begonnen, die Firmvorbereitung neu zu planen. Ziel ist es, dass alle Jugendlichen, die gefirmt werden möchten, im 9. Schuljahr angeschrieben werden und durch Teilnahme an Projekten und Treffen auf die Firmung vorbereitet werden. Die Firmung ist dann jedes Jahr im Januar.

Die Erarbeitung des neuen Firmkonzeptes wurde von Fr. Uphues aus dem Generalvikariat Münster begleitet. Sie hat unsere ersten Schritte veröffentlicht: Extener Link

Für die weitere Planung der Firmvorbereitung haben sich Ehren- und Hauptamtliche aus unseren Gemeinden zusammengefunden:

  • Urs Grave-Bousart (für das Wolfsberg-Team)
  • Anja Bröcheler (Winnekendonk)
  • Fabian Plaep (Kevelaer)
  • Dr. Brigitte Sensen (Wetten)
  • Pfarrer Andreas Poorten
  • Maria Schmitz (Kervenheim)

Sie haben die Planung in die Hand genommen und suchen für die einzelnen Projekte und Treffen noch weitere Ehrenamtliche aus den Gemeinden, die bereit sind, einzelne, überschaubare Aufgaben zu übernehmen.

 

 

Firmvorbereitung 2020/21

Die nächste Firmung steht in St. Antonius Anfang 2021 an. Bereits vor Ausbruch der Corona-Pandemie wurde der Termin festgelegt. Geplant sind Feiern am Sa., 16.01.2021 um 14.30 Uhr in Winnekendonk und um 17.30 Uhr in Kevelaer.
Ob das Sakrament der Firmung wie geplant von Weihbischof Lohmann gespendet werden kann, ist zur Zeit nich absehbar. Es ist möglich, dass es, wie bei den Erstkommunionfeiern, mehrere Gottesdienste geben muss.

Auch ist noch nicht entschieden, wie die Firmvorbereitung aussehen wird. Es wäre verantwortungslos, wenn man zum gegenwärtigen Zeitpunkt das Vorbereitungskonzept der vergangenen Jahre mit der Fahrt zum Wolfsberg und den Treffen in Kevelaer mit einer großen Anzahl an Firmlingen planen würde.

Ein wenig helfen in diesem Jahr die sehr frühen Sommerferien. So haben wir Zeit, Anfang August die Firmkatechese unter der dann geltenden Corona-Schutzverordnung zu organisieren.

Jugendliche, die nach den Sommerferien im 9. Schuljahr sind (Erstkommunionjahrgang 2015), werden im August von uns angeschrieben und zur Firmvorbereitung eingeladen.

Stand: 13.06.2020

 

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