Pfarrgemeinde St. Antonius in Kevelaer in Kevelaer

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Sternsinger bekommen Verstärkung mit der Gitarre

31Dezember

Wenn Eliah Wolsing, neun Jahre alt, in die Saiten seiner E-Gitarren greift, dann kommen vor allem rockige Töne aus dem Verstärker. Aber der Grundschüler kann auch ruhiger, dann greift er zur Akustikgitarre.

Mit der wird er am Samstag, 7. Januar, durch die Straßen seines Heimatdorfes Winnekendonk ziehen, das zu Kevelaer gehört.

Dann verwandelt sich Eliah in einen König – einen von insgesamt 106, die sich als Sternsinger der Pfarrei St. Antonius auf den Weg machen, um Spenden für das Kindermissionswerk zu sammeln. "Ich finde das gut, wenn Menschen, denen es gut geht denen etwas geben, denen es nicht so gut geht", sagt der Neunjährige überzeugt. Deshalb zieht er im Januar bereits zum dritten Mal von Haus zu Haus. Er wird aber nicht den Stern tragen, sondern seine Gitarre in den Händen halten.

"Wir singen zwei Strophen des Sternsingerlieds", erklärt Eliah, "die begleite ich auf der Gitarre. Das ist nicht besonders schwer." Er hofft, dass viele Menschen die Türen öffnen, um die Sternsinger zu empfangen, dem Gesang und seinem Gitarrenspiel zu lauschen. "Manchmal sieht man, dass jemand zu Hause ist und nicht öffnet. Die haben dann einfach keinen Bock auf uns", sagt er – und ergänzt leise: "Das ist dann schon ein bisschen enttäuschend, wenn wir stehengelassen werden." Zeit für Trübsal nach einer solchen Enttäuschung bleibt jedoch nicht, schließlich stehen in den vier Stunden, die die Sternsinger unterwegs sind, viele weitere Haustüren auf dem Plan. "Anfangs ist das schon ein komisches Gefühl, aber da gewöhnt man sich dran, wenn man die Häuser abklappert", erzählt Eliah grinsend.

Das Sternsingen hat in Eliahs Familie Tradition. Nicht nur sein älterer Bruder Noah, auch Vater Mario Wolsing ist in seiner Jugend als König verkleidet durch das Dorf gezogen. "Wir standen damals kurz vor der Firmung", erinnert er sich. Die Spendenhöhe habe sich seit seiner Jugend kaum geändert, nur Süßigkeiten für die Sänger habe es zu seiner Zeit noch nicht im heutigen Ausmaß gegeben.

Manche Leute applaudieren sogar, wenn die Sternsinger zu Besuch sind und den Segensgruß überbringen, die meisten stecken Geld in die Spendendose, viele haben bereits Süßigkeiten fertig liegen, die sie den Sternsingern mitgeben. In Eliahs Augen blitzt die Vorfreude: "Süßigkeiten gehören dazu", gibt der Grundschüler lachend zu. Ebenso wie die Spaghetti mit Sauce, die es nach getaner Arbeit für alle Sternsinger im Pfarrheim gibt.

Text: Bischöfliche Pressestelle / 23.12.16
Kontakt: Pressestelle@bistum-muenster.de
Foto: Bischöfliche Pressestelle / Christian Breuer


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